Hohe / tiefe Stimmen

Der Professor atmet Helium aus einem Schlauch ein. Mit einer extrem hohen Micky-Maus-Stimme erklärt er, dass das Gas problemlos wieder aus seiner Lunge entweicht, da es so leicht ist. Dann fordert er seinen Kollegen, den Entertainer auf, ein sehr schweres Gas, nämlich Schwefelhexafluorid (SF6) einzuatmen.
Seine Stimme wird satanisch tief. Der Entertainer muss einen Handstand machen, um das Gas wieder loszuwerden.
Wie funktioniert’s?
Die Höhe eines Tons ist zuallererst von seiner Frequenz abhängig: Je höher die Frequenz, desto höher ist der resultierende Ton. Die Frequenz ist abhängig von der Schallgeschwindigkeit und der Wellenlänge des Schalls:
ƒ = c / λ (ƒ = Frequenz, c = Schallgeschwindigkeit, λ = Wellenlänge)
Die Höhe eines
Tones ist aber auch direkt von der Geschwindigkeit abhängig, mit der der Schall übertragen wird: Denn die Schallgeschwindigkeit (c) ist abhängig vom Medium, in dem sich der Schall fortbewegt (sie ist also keine Konstante!): In der Luft breitet sich der Schall mit 331 m/s aus; das entspricht 1191,6 km/h. In schweren Gasen wie Schwefelhexafluorid ist die Schallgeschwindigkeit niedriger. Weil die Wellenlänge vom Medium unabhängig ist, muss sich bei ändernder Geschwindigkeit des Schalls "automatisch" auch die Tonhöhe ändern.
Da die Töne im Mund- und Rachenraum geformt werden und dort die Schallgeschwindigkeit niedriger wird, klingt gesprochene Ton also tiefer.
Die Schwingung der Stimmbänder wird übrigens vom dem Gas nicht beeinflusst.
Die Mechanik-Show: Die Experimente
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